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Der Verein und seine Gremien

Bereits mit der Gründung des neuen Instituuts wurde ein Beirat gebildet, um das Institut in der Gesellschaft zu verankern. Heute sind im Beirat sämtliche gesamtnordfriesischen Vereine vertreten, dazu Heimatforscher, Sprachlehrer und Kommunalpolitiker. Dazu wurde ein wissenschaftliches Kuratorium berufen, um die Verbindung zu den Universitäten sowie zu den west- und ostfriesischen Institutionen zu sichern.

Prägend war von Beginn an die enge Verknüpfung mit Heimatforschern; das Nordfriisk Instituut entstand als Graswurzelbewegung und nicht als staatlich-universitäre Institution. Wichtig hierfür waren und sind die Arbeitsgruppen, die selbständig agieren, aber immer von einem der Lektoren betreut wurden: 1968 gründete sich die AG Genealogie und Heraldik (heute AG Geschichte und AG Genealogie), 1980 entstand die Interessengemeinschaft Baupflege, 1993 kam die AG Sprache und Literatur hinzu. Zeitweise bestanden auch Arbeitsgruppen zu den Themen Ökologie/Ökonomie, Medien und Archäologie.

1972 hatten jugendliche Vereinsmitglieder das erste Biikebrennen auf dem Stollberg initiiert und damit diesen fast ausgestorbenen Brauch wieder zurück aufs Festland geholt. Als das Institut 1975 in eine schwere finanzielle Krise geriet, erzeugte derselbe Personenkreis mit Protesten und einer Unterschriftensammlung öffentlichen Druck; mit dieser Unterstützung, aber auch unter Einsatz seines Privatvermögens gelang es dem Vereinsvorsitzenden Frederik Paulsen - von Föhr stammend, vor den Nazis geflohen und Gründer des Schweizer Pharmaunternehmens Ferring - das Nordfriisk Instituut zu retten. In Folge der Protestaktionen bildete sich mit knapp hundert Mitgliedern eine eigene Jugendgruppe des Vereins, die Sitz und Stimme im Vorstand wie im Beirat erhielt.

Biikebrennen auf dem Stollberg 1972
Übergabe von knapp 5000 Unterschriften zur Rettung des Nordfriisk Instituut an Landtagspräsident Lemke, 1975
Interfriesisches Jugendlager 1976
Sitzung der AG Genealogie