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Kalle Johannsen, Volkert Ipsen, Keike Faltings und mehr: Lieder und ihre Geschichte(n)

Der Schimmelreiter nach Hein Hoop, eine militärfreie Version von „Lili Marleen“ auf Helgoländer Friesisch, Kalle Johannsens Vertonungen des sylterfriesischen Poeten Jens Mungard, der im Konzentrationslager Sachsenhausen ums Leben kam, „Kalüüns“ prämiertes Protestlied „Fering Hüs“, Volkert Ipsens plattdeutscher Boogie „August-Moritz sien Salon“ und noch einiges mehr: Zum Abschluss des 30. Nordfriesischen Sommerinstitutes bringt das Nordfriisk Instituut am 31.8. einen einzigartigen musikalisch-historisch-literarischen Abend.

Bestimmte Musik verbinden viele mit besonderen Momenten, mit Erinnerungen, mit einem bestimmten Lebensgefühl, und das gilt auch für soziale Gemeinschaften wie die (Nord-)Friesen. Claas Riecken, Historiker am Nordfriisk Instituut, und Institutsdirektor Christoph G. Schmidt befassen sich seit Jahren mit diesem Themenfeld: Sie werden in Kurzvorträgen einiges erzählen über den wechselnden Zeitgeist, die Suche nach friesischer Identität, „große Politik“ und Regionalbewusstsein, Plattdeutsch und Friesisch im Pop, aber auch über Auswüchse des Massentourismus und die hemmungslose Vermarktung eines friesisch-plattdeutsch tümelnden Lebensgefühl. Mit dabei sind Musiker wie Kalle Johannsen (Dragseth), Keike Faltings (ehemals Kalüün), der Nordstrander Liedermacher Volkert Ipsen, Annegret Fischer (The Playfords) und ein Gesangsquartett. In der Pause und hinterher besteht Gelegenheit, mit den Referenten, Musikerinnen und Musikern ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist dank Unterstützung durch die Sparkassen-Kulturstiftung frei, es wird um eine Spende gebeten. Der Abend beginnt am 31.8. um 19 Uhr 30 im Nordfriisk Futuur, Süderstr.30 in Bräist/Bredstedt.

 

Bildanlagen:

Volkert Ipsen

Keike Faltings, Foto: Peter Höfelmeyer

Kalle Johannsen

Annegret Fischer, Foto: Guido Werner