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Rungholt online – Neue Perspektiven für alte Sagen?

Quelle: www.heimatbund.de

Sagenerzählen als Weltkulturerbe? Dr. Hartmut Schmied leitet das Cryptoneum Legenden-Museum in Rostock. Quelle: Hartmut Schmied, Abdruck frei

Die Probstei hat ihren Ring des Polykrates; die Fockbeker ertränken einen Aal; und warum versank Rungholt? Schleswig-Holstein hat spannende Geschichten. Doch wie, wem und warum können und sollten sie im 21.Jahrhundert noch erzählt werden? – Dieser Frage widmet sich am Donnerstag 29. September ab 19.30 Uhr eine Veranstaltung des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds in unseren Räumen.

Zu Gast im Nordfriisk Instituut ist Legendenforscher Dr. Hartmut Schmied aus Rostock. „Die Vielfalt des Sagenerzählens in Mecklenburg-Vorpommern. Alten und neuen Sagen auf der Spur.“ lautet der Titel seines Vortrags. In Bildern zeigt Schmied, wie im Nachbarland eine Gemeinschaft von 75 Sagenerzählern erfolgreich antrat, um in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen zu werden – dort inzwischen geführt im Register guter Praxisbeispiele.

Anschließend diskutieren u.a. Institutsdirektor Dr. Christoph Schmidt sowie die Frisistin Antje Arfsten über heutige Bedeutung und Potentiale der Volkserzählung für Heimatpflege und Gesellschaft. Der Eintritt ist frei. Einzelne Kostproben schleswig-holsteinischer, insbesondere nordfriesischer Sagen in friesischer, plattdeutscher und hochdeutscher Sprache beschließen den Abend, moderiert von Heimatbund-Referent Jan Graf.

Die Sagen-Veranstaltung in Bredstedt findet statt im Rahmen der Reihe „Typisch SH“, mit der der Schleswig-Holsteinische Heimatbund sein 75-jähriges Bestehen feiert. Als weitere Themen stehen an weiteren Orten im Land dann noch „Plattdeutsch“, „Trachten“ und „Traditionelle Musik“ auf dem Programm, allesamt überschrieben mit der Frage: Was ist es, das uns unverwechselbar macht, und wie entwickeln wir uns weiter? Mehr Informationen unter www.heimatbund.de.