Der Historiker Hans-Walter Schmuhl hat im Auftrag der DAK über Kinderkuren von der Nachkriegszeit bis um 1980 geforscht. Diese Kuren oder „Verschickungen“ sind rückblickend höchst umstritten, seit in den letzten Jahren ehemalige Kurkinder vermehrt von Drangsalierungen, Kontaktverboten, Essenszwang und bis hin zu öffentlichen Demütigungen und brutalen Misshandlungen berichteten. Schmuhl hat Betroffenenberichte ausgewertet, ehemalige Aufsichtskräfte befragt, Akten eingesehen und sich auch mit gesellschaftlichen Hintergründe der erlebten „schwarzen Pädagogik“ befasst. Es entstand ein differenziertes, aber nach wie vor in zahlreichen Fällen erschütterndes Bild. Im Nordfriisk Instituut wird Schmuhl über seine Ergebnisse berichten, ein Schwerpunkt werden Heime der DAK auf den nordfriesischen Inseln sein. Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 5. Juni, um 19 Uhr 30 im Nordfriisk Instituut. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.
Die Vortragsreihe Sommerinstitut findet in der Regel 14tägig statt und wird unterstützt von der Nord-Ostsee Sparkasse. Das vollständige Programm finden Sie hier.