Am Donnerstag, dem 18. Juni, beginnt im Nordfriisk Instituut die diesjährige Vortragsreihe „Nordfriesisches Sommerinstitut“. Der Auftakt widmet sich dem Jubiläumsjahr „600 Jahre friesische Freiheit in Nordfriesland“; im Sommer 1426 schrieben Nordfriesen erstmals ihre überlieferten Sonderrechte auf, um diese gegenüber der Obrigkeit abzusichern. „Eine vergleichbare Autonomie findet sich erst in großer Entfernung wieder, nämlich den Alpentälern der Schweiz“ erläutert Institutsdirektor Christoph Schmidt, „ es ist eine echte Besonderheit, die Nordfriesland auszeichnet und bis heute prägt.“ Aus diesem Anlass spricht der Regionalhistoriker Albert Panten über „Auge um Auge, Kopf um Kopf. Recht und Gerechtigkeit im alten Nordfriesland.“
Um Überschneidungen mit den Veranstaltungen des Amsinck-Hauses zu vermeiden, finden die Vorträge des Sommerinstitutes anders als gewohnt ab diesem Jahr donnerstags statt. Weitere Abende widmen sich unter anderem der besonderen Orgelkultur in den Frieslanden, dem friesischsprachigen Werk von James Krüss, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, und den Neanderthalerspuren bei Drelsdorf. Das gesamte Programm findet sich auf der Webseite des Nordfriisk Instituut. Dank der Unterstützung durch die Nord-Ostsee-Sparkasse ist der Eintritt frei, es wird jedoch um eine Spende gebeten. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr im Nordfriisk Instituut, Süderstraße 30 in Bredstedt.

