Das Nordfriesische Jahrbuch wird herausgegeben vom Nordfriisk Instituut und dem Nordfriesischen Verein, es stellt aktuelle Forschungen zur nordfriesischen Geschichte, Kultur und Sprache vor. Der neue Band für 2026 ist ab sofort im Nordfriisk Instituut und im Buchhandel erhältlich und bietet vielfältige Beiträge: Isabel Lang untersucht die Darstellung des Islams und muslimischer Bräuche in der Autobiografie des Amrumer Seefahrers Hark Olufs (1708–1754). Anhand von Hof- und Familiengeschichten zeichnet Laura J. Japsen die Verbindungen des nordfriesischen Ortes Klanxbüll ins nördliche Herzogtum Schleswig vor der Grenzziehung im Jahr 1920 nach. Kai Jes beschreibt, wie Stifter den Ausbau der Pankratiuskirche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu Repräsentationszwecken nutzten. Stefan Magnussen ergründet die Ursprünge des Herrenhofes Uphusum in Bordelum und hinterfragt die Existenz einer Burganlage. Albert Panten beleuchtet die Entstehungsgeschichte der nordfriesischen Landrechte genauer und macht Originalhandschriften des 15. Jahrhunderts aus dem Hamburger Staatsarchiv als vollständige Abschriften zugänglich. Anlässlich des 80. Geburtstags von Albert Panten wird im Nordfriesischen Jahrbuch 2026 zudem eine Gesamtbibliografie seiner vielfältigen regionalhistorischen Arbeiten veröffentlicht. Uwe Sörensen schließt seine 2019 begonnene Reihe zur Vogelwelt der Nordstrander Bucht mit dem dritten Teil ab und stellt die reiche Vogelwelt im fertiggestellten Beltringharder Koog vor. Volkert F. Faltings ergänzt die Sprachwissenschaft durch seine Untersuchung von Eigennamen in nordfriesischen Redewendungen.
Abgeschlossen wird das Nordfriesische Jahrbuch 2026 mit Buchbesprechungen und einer Bibliografie der nordfriesischen Texte in Zeitschriften und Zeitungen im Jahr 2024. Es umfasst 221 Seiten, kostet 9,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt bei uns im Nordfriisk Instituut in Bredstedt (Tel. 04671/60120). Mitglieder des Vereins Nordfriesisches Institut erhalten auf Anforderung ein Freiexemplar.

