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Aktuelles
100 Jahre Rungholtforschung - Friesenrat im Interview - Elektrifizierung: Fortschritt oder Fluch? - Inselkinder

Im Jahr 1921 entdeckte der Nordstrander Landwirt Andreas Busch Reste eines mittelalterlichen Sieltores im Watt und begründete damit die moderne Rungholt-Forschung. Und das, obwohl er kein Fachgelehrter, sondern Autodidakt war. Anlässlich dieses 100. Jubiläums schreibt die Wissenschaftsjournalistin Tomma Schröder, wie die Wattenmeerarchäologie um Rungholt heute arbeitet und wie moderne Forschung mit den seinerzeitigen Erkenntnissen zusammenpasst.

Im April 2021 wurde Ilse Johanna Christiansen aus Bredstedt zum dritten Mal in Folge zur Vorsitzenden des Frasche Rädj – Friesenrat, Sektion Nord gewählt. Christoph G. Schmidt und Claas Riecken vom Nordfriisk Instituut sprachen mit ihr über ihre Rolle, ihre Vorstellungen und ihre Pläne. Der Friesenrat durchläuft gerade massive Veränderungen, denn die neue Friesenstiftung hat einen großen Teil seiner bisherigen Aufgaben übernommen; zudem kann durch eine Satzungsänderung jetzt theoretisch jeder friesische Verein Mitglied im Friesenrat werden.

Wie vor wenigen Wochen überraschend bekanntgegeben wurde, soll die Bahnstrecke Niebüll-Dagebüll bereits 2022 elektrifiziert werden – und zwar mit Oberleitungen entlang der Trasse. Während viele darin einen ökologischen Fortschritt sehen, bangen Anwohner um ihre Wohnqualität, denn die Strecke führt teils eng durch Wohngebiete. Für eine Bürgerinitiative aus Niebüll-Deezbüll erläutert Nina Barz ihre Argumente gegen die Pläne, ein Ingenieur antwortet aus Sicht der Betreiberfirma NEG.

„Für die Inselkinder“, lautete die Widmung von Susanne Matthiessen in ihrem Buch „Ozelot und Friesennerz“, über ihre Kindheit in den 1960ern und 1970ern auf Sylt. Das Werk hat in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt. Die friesischsprachige Schriftstellerin Ellin Nickelsen, die auf Föhr aufgewachsen ist, hatte eine Großmutter auf Sylt und hat manches zum Buch zu sagen.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 212 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 4,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut. Mitglieder unseres Trägervereins Nordfriesisches Institut e.V. erhalten es übrigens kostenfrei zugeschickt.