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Von Grabsteinen, Krokussen, Auswanderung und Musik

Vielfältig sind die Themen im Nordfriesischen Jahrbuch 2019, das soeben im Nordfriisk Instituut erschienen ist. Die Interessen der Forscher bewegen sich zwischen Geschichte, Literatur, Sprache und Naturwissenschaft. Albert Panten stellt einen Reisebericht aus dem 18. Jahrhundert vor, Joachim Taege beschäftigt sich eingehend mit den historischen Grabsteinen auf dem St. Laurentii-Friedhof in Süderende auf Föhr. Dr. Claas Riecken hat sich auf die Suche nach Spuren des „Friesenclubs“ in Tondern von 1874 gemacht, während Sönnich Volquardsen ein verlorenes Tagebuch vom Ruttebüller See wiedergibt.

Wie sah sich eine Föhrer Seefahrerfrau im 19. Jahrhundert? Das ist das Thema von Esther Deussings Aufsatz. Ganz andere Themen beschäftigen Dr. Uwe Sörensen und Hans-Jürgen Hansen: Sie forschten zur Vogelwelt in der Nordstrander Bucht und zu den Ursprüngen der Husumer Krokusblüte. Sprache und Literatur kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Themen umspannen eine altföhringer Ballade (Christoph Winter), die literarische Verarbeitung der nordfriesischen Amerikaauswanderung (Robert Kleih), Elise Heitmann als Pionierin der nordfriesischen Nachkriegsliteratur (Dr. Wendy Vanselow, Sinje Lornsen, Prof. Dr. Jarich F. Hoekstra), das Motiv der Musik (Mareike Böhmer) und Besonderheiten in der nordfriesischen Lautentwicklung (Prof. Nils Århammar). Vervollständigt wird die 54. Ausgabe des Nordfriesischen Jahrbuches mit Buchbesprechungen und einer Bibliografie der nordfriesischen Texte in Zeitschriften und Zeitungen im Jahr 2017.

Das Nordfriesische Jahrbuch 2019 umfasst 252 Seiten und kostet 9,80 Euro.