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Aktuelles
Vom Streit um Wörterbücher, von Vogelarten und der Angst der Nordfriesen

Das Nordfriesische Jahrbuch ist das wissenschaftliche Journal des Nordfriisk Instituut. Die Ausgabe 2021 liegt ab sofort im Nordfriisk Instituut bereit und stellt in gewohnter Vielfalt aktuelle Forschungen zu den Nordfriesen und Nordfriesland dar. Der wertvolle Rohstoff Holz im 17. Jahrhundert steht im Zentrum eines wirtschaftsgeschichtlichen Aufsatzes von Wolfgang Jans. Johann-Albrecht G. H. Janzen widmet seinen Beitrag dem ehemaligen Gasthaus St. Jürgen in Garding, einer sozialen Einrichtung aus dem Zeitalter der Reformation. Bis ins 14. Jahrhundert schaut Albert Panten zurück, der anhand alter Quellen die Lage des Flusses Milde, der Kirche Mild und der Mildeburg zu rekonstruieren versucht. Die sogenannte Wörterbuchkonferenz von Flensburg-Mürwik stellte im Jahr 1950 entscheidende Weichen für die Erforschung und Dokumentation der nordfriesischen Sprache; wer bei diesem Treffen wie agierte und wer aus welchen Gründen an den Rand gedrängt wurde, legen Claas Riecken und Alastair Walker anhand des erhaltenen Protokolls dar. Bereits im Nordfriesischen Jahrbuch 2019 erschien der erste Teil einer großangelegten Untersuchung der Vogelwelt der Nordstrander Bucht, die vor bald vierzig Jahren durchgeführt, aber niemals veröffentlicht wurde. Im zweiten Teil stellt Uwe Sörensen jetzt die Vogelarten im Jahreslauf (1982 bis 1985) vor. In einem literaturwissenschaftlichen Beitrag analysiert Wendy Vanselow mit Studierenden der Frisistik die Wertesysteme und Erzählstrukturen in den Prosatexten von Johannes Petersen. Den Abschluss bildet ein Vortragsmanuskript von Jarich Hoekstra zu friesischsprachigen Ausdrücken für Angst.

Vervollständigt wird der Band mit Buchbesprechungen und einer Bibliografie der nordfriesischen Texte in Zeitschriften und Zeitungen im Jahr 2019.

Das Nordfriesische Jahrbuch2021 umfasst 240 Seiten, kostet 9,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut in Bredstedt (Tel. 04671/60120, verlag@nordfriiskinstituut.de). Mitglieder des Vereins Nordfriesisches Institut erhalten auf Anforderung ein Freiexemplar.