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Naturraum und gewachsene Kultur sind untrennbar

v.l.: Marlene Kunz, Michael Kruse und Christoph G. Schmidt (Foto: Nina Barz, NFI)

Am 2. September war der neue Leiter der Nationalparkverwaltung in Tönning, Michael Kruse, im Nordfriisk Instituut zu Gast. Der Agraingenieur ist Landwirt im Nebenerwerb und ehrenamtlicher Deichgraf; bevor er im Juni sein neues Amt antrat, wirkte er 15 Jahre im Landesumweltministerium und hat dort unter anderem die Vertragsnaturschutzprogramme an der Westküste betreut.

Das Gespräch mit Geschäftsführerin Marlene Kunz und Direktor Christoph G. Schmidt wurde zu großen Teilen auf Plattdeutsch geführt. Es ging vor allem darum, sich kennenzulernen und Überschneidungen innerhalb der Arbeitsfelder auszuloten, um zukünftig noch enger zusammenarbeiten zu können. Die Nationalparkverwaltung ist ein Geschäftsbereich des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN); ihm obliegt die Konzipierung, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung von Naturschutzmaßnahmen an der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste; zum Arbeitsfeld gehören auch die zahlreichen Nationalparkführer, Besucherstationen sowie als besonderes Aushängeschild das Multimar Wattforum. Naturraum und historisch gewachsene Kultur sind nicht voneinander zu trennen, daher sei ein enger Kontakt zwischen Nordfriisk Instituut und der Nationalparkverwaltung für beide Seiten wichtig, waren sich alle Gesprächspartner einig. Vereinbart wurde eine verstärkte Kommunikation, gegenseitige fachliche Beratung und regelmäßige Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen und öffentlichen Gremiensitzungen. Bereits seit vielen Jahren wirkt das Nordfriisk Instituut an der Schulung angehender FSJler im Nationalparkamt mit.