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Hintergründe zur Landvolkbewegung, Galerist Hein Lüth, Kriminal-Satire als Spielfilm

Antje Arfsten, Lektorin am Nordfriisk Instituut, nimmt uns aufs Korn, jedenfalls im Titelbild. Das entstand am Rande der Dreharbeiten des mehrsprachigen, grenzüberschreitenden Spielfilms „Der Krug an der Wiedau“. Über diese friesisch-plattdeutsch-dänische Kriminal-Satire berichtet Claas Riecken im Heft. Der Film soll im Sommer 2021 in die Kinos kommen. Nur so viel der Handlung sei verraten: Am Anfang hängt der Landrat von Nordfriesland tot über dem deutsch-dänischen Grenzzaun und es entbrennt die Frage, wer zuständig ist: die deutsche oder die dänische Polizei.

„Kunst auch in unruhigen Zeiten“ heißt der Titel eines weiteren Beitrags. Es geht dabei nicht zuletzt um Kultur als Überlebensmittel. Der Journalist Ernst-Jürgen Walberg schreibt eine Hommage an den Halebüller Galeristen Hein Lüth, der 2020 den Kulturpreis des Kreises Nordfriesland zugesprochen bekam. Aufgrund der Pandemie fand die Preisverleihung bislang nicht statt – die Zeitschrift ehrt den Preisträger bereits jetzt.

Mag es Provokation sein, Drohung oder Gedankenlosigkeit, weshalb manche protestierenden Landwirte in den letzten Monaten auf ein Symbol von 1929 zurückgegriffen haben. Dass die „Landvolkbewegung“ alles andere als harmlos war, nämlich von Anfang an antidemokratisch, völkisch ideologisiert und bald auch terroristisch, macht Christoph Schmidt deutlich. Und zeichnet nach, wie es kam, dass viele Bauern in den 1920er Jahren für den demokratischen Staat irgendwann nicht mehr erreichbar waren und den Weg zur Diktatur vorzogen.

Aktuelle Berichte und Buchhinweise runden „Nordfriesland“ 212 ab. Das Heft umfasst 32 Seiten, kostet 4,00 Euro und ist erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Nordfriisk Instituut.